Wildkräutersaison
Endlich ist es wieder soweit – die Wildkräutersaison beginnt. Dem spärlichen Schneefall von letzter Woche können die Frühlingskräfte der Natur mit Leichtigkeit widerstehen, denn die scheinbar zarten Blätter und Blüten, die jetzt austreiben, sind unglaublich zäh.
Diese Widerstandskräfte der Pflanzen übertragen sie auf den Menschen. Mit den ersten zarten Blättern von Brennnessel, Gundermann, Schafgarbe, Löwenzahn und Wegerich gibt uns die junge Natur blutreinigende, abwehrsteigernde und antimikrobielle Heilpflanzen mit einem sanften Heilcharakter an die Hand.
Alle Frühlingsblüher verleihen besonders älteren Menschen neue Vitalität und wirken verjüngend. Besonders die feurigen Pflanzen, wie Bärlauch, Brunnenkresse und Brennnessel leisten wegen ihrer stark erwärmenden Natur gute Dienste. Je älter der Mensch wird, umso mehr erstarrt und erkaltet er.Da wirkt der Frühling wie ein „Jungbrunnen“!
Die eigene Küche mit selbst gesammelten Wildkräutern zu verfeinern macht nicht nur Spaß, sondern wertet sie auch vom Nährwert erheblich auf. Alle Wildkräuter haben im Schnitt den dreifachen Gehalt an wertvollen Mineralien und Vitaminen wie unsere Gemüsesorten und deshalb genügt eine kleine Menge Kräuter um den Tagesbedarf zu decken.
Ich möchte nur einige von ihnen kurz auflisten:
Brennnessel:
Eisen, Chlorophyll, Magnesium, Natrium, Kalium Kieselsäure,Calcium, Phosphor und Vitamin A
Bester Blutreiniger und Blutverbesserer, den es gibt; wirkt entwässernd, stärkt Niere, Blase und Milz
Gundermann:
Viele Gerbstoffe, Bitterstoffe, org. Säuren, Kieselsäure und Vitamin C
Stärkt die Leber und die Milz; löst Schwermetalle!
Gänseblümchen:
Saponine, Gerbstoffe, Eiweiß, versch. Säuren, Bitterstoffe, ein fettes Öl
Das Gänseblümchen wirkt auflösend, zerteilend, stärkend und stoffwechselanregend
Brunnenkresse:
Senföle, Kaliumnitrat, Eisen, Vitamin A, C und D und vor allem Jod!
Blutverbesserer und Blutreiniger; wirkt magenstärkend und schleimlösend; regt den Stoffwechsel und das Drüsensystem an! (w/ der vielen Senföle nicht überdosieren!)
Löwenzahn:
Cholin, Bitterstoffe, Saponine, Inulin, Taraxin, Kalium, Calcium, Mangan, Natrium, Kieselsäure u. Schwefel; die Blätter viel Vitamin C!
Vogelmiere:
reichlich Vitamin C, A, Phosphor, Magnesium, Kupfer, Kalium Mineralsalze, Kieselsäure, Saponine
Wirkt stärkend, hautreinigend und kühlt die Leber.
Rezept für die Gründonnerstagssuppe:
Aus neun Kräutern wir diese Suppe gebraut und wer sie am Gründonnerstag zu sich nimmt, bleibt das ganze Jahr gesund, sagt ein alter Volksglaube.
Man nehme:
- Brennessel
- Bärlauch
- Brunnenkresse
- Gänseblümchen
- Gundermann
- Löwenzahnblätter
- Schafgarbe
- Wegerich
- Vogelmiere (pro Person 1 gute Hand voll)
Kräuter zerkleinern, ca 5 – 10 Min. in Gemüsebrühe leicht köcheln u. passieren - mit Salz, Pfeffer, Muskatnuß und Sauerrahm abschmecken u. kurz ziehen lassen - zuletzt mit gerösteten Brotwürfeln und Gänseblümchen garnieren!
Guten Appetit!
Wildkräutersaison